Chancen und Risiken der IT-Prozessautomatisierung

IT-Prozessautomatisierung

Die Studie „The Impact of Automation on IT Operations“ zur IT-Prozessautomatisierung von Fujitsu verdeutlich, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen überzeugt davon ist, dass sie IT-Prozesse dringend automatisieren müssen, um den wachsenden Marktdruck standhalten und echten Mehrwert generieren zu können. Viele sehen aber noch einen langen Weg vor sich und wägen zwischen den Chancen und Risiken der IT-Prozessautomatisierung ab.

Chancen von IT-Prozessautomatisierung

Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen gaben an, dass der Druck auf die IT-Infrastruktur und die operativen Prozesse ständig zunimmt. Rund 14 Prozent der IT-Führungskräfte sehen die eigene Abteilung kritisch bei der Unterstützung von neuen oder veränderten Geschäftsanforderungen. Jedes zehnte Befragte sah Probleme im Unternehmen, die IT-Sicherheit effizient zu kontrollieren.

In vielen IT-Abteilungen ist es durch zeitaufwendige Routineaufgaben, wie administrative Plattform- oder Infrastrukturmanagementaufgaben, schwierig mit dem Tempo der Veränderungen Schritt zu halten. Viele der befragten Unternehmen gaben an, dass sie gern weniger administrative Routinetätigkeiten übernehmen möchten und die Zeit lieber in die Planung der Zukunft oder in die Kooperationen mit anderen Mitarbeitern zur Prozessoptimierung investieren würden.

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass ein kohärenterer und automatisierter Ansatz für IT-Prozesse der Schlüssel ist, um den Druck dauerhaft zu reduzieren. Die IT-Prozessautomatisierung bietet eine Reihe von wertvollen Chancen. Unternehmen können die Effizienz steigern und langfristig die Sicherheit in Prozessen erhöhen.

Steigerung der Effizienz

Mitarbeiter konzentrieren sich durch Verringerung der Routinetätigkeiten in der Administration auf anspruchsvolle Aufgaben und reagieren flexibel auf sich ändernde Geschäftsanforderungen. Insbesondere bei einfachen Prozessen in der IT-Prozessautomatisierung werden schnelle Effekte in der Effizienzsteigerung bemerkbar. Genehmigte oder geregelte Berechtigungen lassen sich umgehend zuteilen. So lässt sich eine schnelle Arbeitsfähigkeit bei neuen Mitarbeitern oder bei Wechsel in den Positionen herstellen.

Erhöhung der Sicherheit

Mit Unterstützung der IT-Prozessautomatisierung werden Richtlinien sicher umgesetzt und es sind keine bewussten oder versehentlichen Abweichungen von geregelten automatisierten Prozessen möglich. IT-Prozessautomatisierung gewährleistet die Funktionstrennung (englisch seperation of duties, (SoD)) sowie die Nachvollziehbarkeit aller IT-Berechtigungen inklusive der Möglichkeit der Freigabe oder des sofortigen Entzugs. Vorhersagbare und auditfreundliche Prozesse unterstützen die Risikominderung mit Hilfe der Durchsetzung von Richtlinien und durch die Vermeidung von menschlichen Fehlern.

Einsparen von Zeit

Einmal konsequent umgesetzt ermöglichen automatisierte und routinemäßige Vorgänge für Konfiguration, Upgrades eine flexible und effiziente Administration, sorgen für eine erhöhte Sicherheit und eine dauerhafte Zeiteinsparung.

Risiken von IT-Prozessautomatisierung

Risiken in der IT-Prozessautomatisierung werden durch unterschiedliche Faktoren hervorgerufen. Rund 76 Prozent der, im Rahmen der Studie „The Impact of Automation on IT Operations“, befragten Unternehmen sehen Risiken in Infrastrukturen und Plattformen, 68 Prozent in der Komplexität der Geräte. Beklagt wird darüber hinaus von 61 Prozent der Studienteilnehmer ein Mangel an Fachkräften sowie und eine bislang zu starke Abhängigkeit von manuellen Prozessen.

Rund 19 Prozent sehen sich mit dem Einsatz neuer Anwendungen und Dienstleistungen oder mit Upgrades und Rekonfigurationen über die Maßen gefordert. Budget, Komplexität und Zeit gelten für die Unternehmen als größte Risikofaktoren.

Budgets und fehlende Kompetenzen

38 Prozent der befragten Unternehmen verfügen nicht über ausreichend Budget oder haben ihre Prioritäten gerade anderes gesetzt. Zusammen mit Kompetenzproblemen, ineffizienten Übergaben und der Abhängigkeit von manueller Verarbeitung entstehen nicht nur erheblicher Aufwände sondern auch zeitliche Verzögerungen.

Komplexität der Systeme

Rund 29 Prozent der befragten Unternehmen fürchten sich vor der Komplexität, die eine IT-Prozessautomatisierung mit sich bringt. Bemerkenswert ist hier auch der Zeitaufwand, der bislang in die Arbeit an alten Systemen, fragmentierten Werkzeugketten und der allgemeinen Infrastrukturkomplexität gesteckt wird.
IT-Prozessautomatisierung scheitern aber häufig nicht an Kosten und komplexen Technologien, sondern an der Unklarheit der Ziele, einer mangelhaften Kommunikation der Beteiligten sowie an einer rein oberflächlichen Betrachtung und mangelnder Analyse der eigentlichen Anforderungen.

IT-Prozessautomatisierung als Erfolgsfaktor

Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen ist sich einig, dass vorkonfigurierte, schlüsselfertige Systeme zur IT-Prozessautomatisierung ihnen dabei helfen können, die Implementierungszeit, die Risiken sowie die Kosten zu minimieren. Der Automatisierungsstand und die Qualität der Leistung werden dabei eindeutig in direktem Zusammenhang gesehen. Ein erhöhter Automatisierungsgrad verschafft Raum für anwendungs- und geschäftsfokussierte Teams anstelle von einseitigen Spezialisierungen auf Systemebene.

Die meisten befragten Unternehmen sehen die IT-Prozessautomatisierung als sehr wertvoll oder lohnend während des gesamten Betriebszyklus, von der ersten Bereitstellung über den Routinebetrieb bis hin zum nachhaltigen Change Management. Dennoch verfügen nur die wenigsten Unternehmen bislang über die nötigen Automatisierungsmöglichkeiten. Nur 21 Prozent der befragten Unternehmen nutzen derzeit vollautomatische, richtliniengesteuerte Ressourcenbereitstellung. 17 Prozent haben die Live-Migration von Workloads automatisiert. 12 Prozent nutzen automatisierte Selbstdiagnose und Selbstheilung.

Entscheider in Unternehmen erkennen, dass sie weniger administrativ tätig sein sollten, um mehr Zeit in strategische Überlegen zur IT-Prozessautomatisierung investieren zu können. Der Wille zur Veränderung in den Unternehmen ist da. Unzureichende Budgets und der Mangel an Zeit hindern Unternehmen bislang oft noch daran, sich mit komplexen IT-Automatisierungsprozessen auseinanderzusetzen.

Doch eben diese Faktoren sind es auch, die Unternehmen zu Umdenken animieren müssen, sich mit der intelligenten und effizienten Automatisierung ihrer Prozesse auseinanderzusetzen. Intelligente IT-Prozessautomatisierung ist mittelfristig mit deutlichen Produktivitätssteigerungen verbunden. Mit Hilfe einer gut geplanten Investition in die IT-Prozessautomatisierung in der Gegenwart sparen Unternehmen künftig Ressourcen und Kosten, machen weniger Fehler und arbeiten deutlich transparenter.

Die vollständige Fujitsu-Studie steht Ihnen zum kostenfreien Download zur Verfügung.